Familie Herian in den USA

Unsere Auswanderung in die USA


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Santa Fe / New Mexico

Dienstag brechen wir nach Santa Fe auf. Wir haben 260 Meilen vor uns, und werden heute den Staat Texas wieder verlassen und New Mexiko erreichen. Landschaftlich ist das ein riesen Unterschied. Texas ist großteils nur Steppe und verbranntes Land. Die  Menschen hier warten  seit langem auf den Regen. New Mexico dagegen  ist sehr bergig. Und die Felsen haben alle verschiedene Farben und Formen. Es ist wirklich genial. Unterwegs sind wir an einer Rinderfarm vorbeigekommen mit wirklich mehreren tausend Rindern, einfach amerikanische Dimensionen. Wir sind jetzt schon geraume Zeit auf der Route 66 unterwegs. Die wird vollkommen überbewertet. Das ist einfach eine lange Autobahn von Chicago bis Los Angeles.

Unser Campingplatz  liegt etwas außerhalb von Santa Fe auf einen Berggipfel und wir sind 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Eigentlich sollte hier schon Schnee liegen, die Berge gegenüber sind 3000 Meter hoch,aber welch Glück für uns es hat tagsüber 20 Grad nur nachts ist es sehr kalt, um die 0 Grad. Der Ausblick von hier oben ist allerdings atemberaubend.

Schöner Campingplatz

Schöner Campingplatz

Mittwoch sind wir nach Santa Fe Downtown gefahren. Diese  Stadt unterscheidet sich vollkommen von allen anderen amerikanischen Städten.

Santa Fe

Santa Fe

Aufgrund seiner Geschichte hat Santa Fe mehrere historische Gebäude darunter das älteste öffentliche Gebäude der USA, der Gouverneurspalast von 1610, und die älteste Kirche der USA, die San-Miguel-Kirche aus dem Jahr 1628.

Bereits im 12. Jahrhundert bestand an der Stelle der heutigen Stadt eine Indianersiedlung. Im 16. Jahrhundert kamen die ersten Spanier. 1610 wurde Santa Fe Sitz des Gouverneurs der Provinz Nuevo Méjico des Vizekönigreiches Neuspanien. Santa Fe ist damit die älteste Hauptstadt in den USA. Die berühmten englischen Pilgerväter mit ihrem Schiff Mayflower erst mehr als zehn Jahre später die Ostküste der heutigen USA.

das älterste Gebäude der USA

das älterste Gebäude der USA

Santa Fe ist heute einer der bedeutendsten Orte der amerikanischen Kunstszene. Etwa 200 Galerien befinden sich in der Stadt. Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Stadtväter erkannt, wie wichtig die Bewahrung und Verschönerung des Stadtbildes für ihre Stadt ist. So wurde es zur Pflicht gemacht, dass jeder Neubau im traditionellen Pueblo-Baustil zu errichten ist (Adobe-Bauweise). Erhaltene Gebäude und Anlagen wurden geschützt und restauriert. Das Ergebnis ist ein Stadtbild, das mit keiner anderen Stadt dieser Größe in den USA vergleichbar ist. Die Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt und die große Anziehungskraft auf Künstler und Urlauber beruht maßgeblich auf dieser Stadtplanung.

Und wenn man hier durch die Straßen läuft sieht man Künstler und Kunsthandwerk an jeder Ecke. Es ist einfach eine faszinierende Stadt die uns wirklich sehr gut gefallen hat.

wenn das Geld ausreicht

wenn das Geld ausreicht

Am Donnerstag sind wir weiter gefahren nach Gallup. Gallup liegt ca. 50 Meilen hinter Albuquerque. Der Weg dorthin war wieder von dieser einmaligen Landschaft New Mexicos geprägt.

vorbei an rote Felsen

vorbei an rote Felsen

Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten außer den zweit meist frequentierten Wal Mart weltweit.

An der Kasse hat uns dann so ein junger Mitarbeiter gefragt wo wir herkommen. Auf unsere Antwort aus Deutschland frägt uns der doch glatt ob wir Hitler mögen. Da fällt dir erst mal nichts mehr ein.

Auf den weiten Wegen zwischen den Städten haben wir keinen Radio Empfang. Da unser Motorhome mit einen Sirius Satelitenradio ausgestattet ist, hat Sigi sich entschlossen das Satellitenradio anzumelden.

Normalerweise ist alles dafür in unserem Wohnmobil vorgesehen, aber der Vorbesitzer hat aus welchen Gründen auch immer den Antennenstecker abgezwickt. Daraufhin hat Sigi alles zerlegt, ist zum Baumarkt gefahren, hat nicht alles bekommen und die Antenne war auch nicht die Richtige. Er hat es zwar hinbekommen aber geflucht hat er ganz schön. Nachts mussten wir dann unseren Wasserschlauch abstecken, weil er sonst wieder eingefroren wäre. Wir hatten nachts 7 Grad Minus, aber Tagsüber hatte es gleich wieder um die 20 Grad.

Als wir heute Samstag alles zur Abfahrt fertig gemacht haben, ist eine Stütze von unserem Wohnmobil nicht eingefahren. Sigi hat sich dann unters Wohnmobil gelegt und musste das Ding händisch ein kurbeln. Er hatte nicht das optimale Werkzeug es war noch saukalt und er musste fast eine Stunde kurbeln bis das blöde Ding drin war. Fragt mal nicht wie seine Laune war.

Jetzt sind wir in Williams dem Eingang zum Grand Canyon. Die Stütze geht momentan und ich hoffe das bleibt so. Wir waren auch schon im Baumarkt Werkzeug kaufen, aber ich hoffe sehr, dass wir  es nicht brauchen.

Morgen fahren wir zum Grand Canyon und dann weiter nach Los Angeles hier wird es nämlich langsam Winter und das wollten wir ja nicht mehr.

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